Selbstgemacht: Festplatte in externem Gehäuse

Hitachi Deskstar 250 GB IDE im MaPower Firewire400-Gehäuse



Mehr Speicherplatz fürs PowerBook G4

Die Hitachi-Festplatte, daneben das 3,5" MaPower-Gehäuse

sm, 5. Juni 2006 - Die zunehmende Datenflut dieses Jahrhunderts zwingt den User zur Nutzung immer größerer Speichermedien. Mittlerweile eignen sich CD und selbst DVD nur noch bedingt zur Speicherung größerer Datenmengen. Eine externe Festplatte scheint daher die richtige Lösung zu sein.

Meine Wahl fiel nach längeren Überlegungen und mit Hilfe der SpassamDienstag-Experten (live via ICQ!) auf eine Hitachi Deskstar mit 250 GB Speicherplatz sowie ein passendes 3,5"-Firewire400-Gehäuse von MaPower zum Preis von insgesamt 134 Euro beim Anbieter Avitos.

Service, Abrechnung und Lieferzeit waren überdurchschnittlich. Innerhalb von 3 Tagen erreichte die Ware im sicher verpackten Zustand ihr Ziel (nicht umsonst empfehlen wir den Versand, Anm. der Red.).


Einbau der Festplatte in des externe Gehäuse: ein Kinderspiel
Die Montage von Festplatte und Gehäuse verlief absolut reibungslos. Der Anschluss der Festplatte ist reine Formsache: Einfach das Gehäuse aufschrauben, dann die Festplatte aus der Plastikverpackung nehmen, in das Gehäuse einführen, Datenkabel und Stromkabel verbinden, Gehäuse zusammenschrauben, Stromkabel bzw. Netzteil an die Steckdose, Datenkabel an den Rechner anschließen - fertig.

Reine Montagezeit: 4 Minuten und 39 Sekunden! Um ehrlich zu sein, ich habe noch nie ein Gerät installiert, bei dem von der Bestellung bis zur Inbetriebnahme alles derart problemfrei verlief.

Auch im Praxisbetrieb überzeugt dieses Gerät voll. Es ist sehr leise, lediglich bei längerer Benutzung schaltet sich ein Lüfter zu, dessen Geräuschpegel aber immer noch deutlich unter dem Lüfter meines PowerBooks (Titanium 1,0 Ghz) liegt. Auch die Wärmeentwicklung ist sehr gering.

Testwerte: 50 Prozent Leistungszuwachs!
In ihrer Leistung ist die externe Festplatte etwa um die Hälfte schneller als die interne meines PowerBook G4 und somit für große Datenmengen sehr gut nutzbar. Hier die Xbench-Testwerte (Xbench 1.0):



Praxistest: Die Übertragung eines 1 Gigabyte großen Datenfiles vom PowerBook zur externen Festplatte über Firewire400 betrug bei meinem Tests im Schnitt beeindruckende 57 Sekunden.

Das Bearbeiten von Daten auf der externen Platte geht also deutlich schneller als von der internen - eine wahre Freude für den, der einfach nur mehr Speicherplatz haben wollte. (Ein Bericht von Dipl. Oec. Sebastian Münkelmitz)



SpassamDienstag-FAZIT:
»einfach selberbauen!«

 

Tipps & Tricks

Es ist keineswegs notwendig, auf die von Händlern angebotenen Komplettsysteme (Festplatte bereits in externes Gehäuse eingebaut) zurückzugreifen, da der Montageaufwand wirklich gering ist und man beim Selbstzusammenbau Gehäuse und Festplatte ganz nach Wunsch kombinieren kann.

Die getestete Kombination hat sich als vortrefflich erwiesen:

Zur Festplatte:
Die Hitachi Deskstar eignet sich sehr gut als schnelles zusätzliches Speichermedium. Ein stabiles Arbeiten war bei diesem Test jederzeit gewährleistet.

Zum Gehäuse:
Mit knapp 45 Euro war das 3,5"-Firewire400-Gehäuse von MaPower ein echtes Schnäppchen. Es ist formschön, kühlt gut und macht kaum Krach.

Bevor man sich an den Selbstbau einer externen Festplatte macht, sollte man sich überlegen, welche Anschlüsse am Rechner zu Verfügung stehen, welcher davon der schnellste ist und wie kompatibel das Gehäuse sein soll.

Firewire oder USB 2.0?
Die meisten Macs haben einen Firewire400-Anschluss, der etwa 33MB/sec durchlässt. Einige modernere Macs bieten dazu auch den doppelt so schnellen Firewire800-Anschluss. USB 2.0 findet sich mittlerweile an jedem Mac.
Am weitesten verbreitet sind also Firewire400 und USB 2.0. Da letzteren Port auch jeder moderne PC aufweist, kann man eine USB-Festplatte bei geeigneter Formatierung auch am PC betreiben. USB 2.0 und Firewire400 sind in etwa gleich schnell.
Doppelt so schnell ist Firewire800. An einem solchen Port überträgt eine akutelle Festplatte bis zu 74MB/sec. Leider wird dieser schnelle Anschluss bei den MacBooks, den iMacs, und den 15,4"-MacBooks Pro nicht verbaut.

Combo-Gehäuse
Es gibt auch Laufwerksgehäuse, die nicht nur einen, sondern gleich mehrere Anschlüsse bieten, z.B. USB und Firewire400 oder auch alle drei Anschlussmöglichkeiten. Diese Gehäuse sind etwas teurer, sind aber vielseitiger einsetzbar und dadurch zu empfehlen.



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