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Der letzte seiner Art
 


NewerTech MAXPower G4 - 7448 / 2.0
Upgrade für alle G4-PowerMacs mit 100- oder 133-Mhz-Bustakt im Test
(und Vergleich mit einem schnellen Upgrade mit 2MB Level-2-Cache).
ab, 29. März 2008 – Treue Leser mögen sich daran erinnern, dass wir unserem PowerMac G4 "Digital Audio" (Original mit 733 Mhz) bereits vor längerer Zeit ein neues Herz mit 1.467 Ghz gespendet hatten (siehe Testbericht). Dieses Upgrade sollte allerdings nur eine Art Zwischenstufe darstellen bis zum erhofften optimalen Aufrüstergebnis, das wir bereits beim Kauf des Power Macs vor über zwei Jahren fest eingeplant hatten. Nun endlich war die Umsetzung möglich:

Im Februar letzten Jahres wurde nämlich der Stillstand, welcher bei der Entwicklung von Upgrades für ältere Macs eingetreten war, schlagartig beendet, als der Upgrade-Hersteller NewerTechnology neue Karten mit dem PowerPC 7448 (Codename „Apollo 8“) auf den Markt brachte. Eigentlich waren solche Tochterkarten mit dem modernsten Prozessor aus der G4-Familie schon deutlich eher erwartet worden. Nachdem aber der Prozessorupgrade-Hersteller Sonnet vor etwa einem Jahr den Ausstieg aus der Entwicklung von Upgrades mit dem PowerPC 7448 bekannt gegeben hatte (wir berichteten), schien zunächst jede Hoffnung verloren, als Normalsterblicher noch eines der – nach Bekunden vieler Mac-Enthusiasten – schnellsten G4-Prozessoren habhaft zu werden. Daher war es eine erfreuliche Überraschung, als der Konkurrent NewerTechnology bekannt gab, entsprechende Upgrades ausliefern zu können (auch darüber haben wir berichtet). Um es vorwegzunehmen: Dieser Testbericht wurde auf einem Power Mac mit einem PowerPC 7448 geschrieben.

Warum überhaupt noch einmal einen G4?

Diese Frage ist natürlich mehr als berechtigt, zumal erstens mit dem G5 (PowerPC 970) bereits seit dem Jahr 2003 von Apple ein veritabler Nachfolger verbaut wurde, und der Mac-Hersteller sich zweitens inzwischen gänzlich vom PowerPC abgewandt hat und in Macs nur noch Chips von Intel einsetzt.
Dennoch geisterte in einschlägigen Foren (in erster Reihe stand dabei die einst sehr beliebte, aber mittlerweile leider eingestellte Seite MacGuardians.de) lange Zeit die fast verschwörungsartige Theorie, dass Apple sich den Umstieg auf Intel-Chips hätte sparen können, weil nämlich mit IBMs G5 ein exzellenter Desktop-Prozessor vorlag und mit dem PowerPC 7448 der Motorola-Tochter Freescale eine leistungsstarke und stromsparende CPU für Notebooks und Einsteiger-Macs. Das Kriterium der Energieeffizienz zumindest konnte der G5 bekanntermaßen niemals erfüllen.
Doch damit nicht genug: einige Mac-Freunde unterstellten dem Mac-Hersteller sogar, er habe die letzte Revision des PowerBook G4 absichtlich nochmals mit einem PowerPC 7447 ausgestattet (getaktet mit erneut lediglich 1.5 respektive 1.67 Ghz) und nicht mit einem PowerPC 7448, obwohl dieser offiziell bereits als verfügbar galt. Man hätte das getan, so wurde weiter gemutmaßt, um beim Umstieg auf die MacBooks Pro den neu eingeführten Core Duo des früheren Kontrahenten Intel mit imposanteren Leistungszuwächsen bewerben zu können. Der PowerPC 7448 – so die Behauptung – hätte ein solches Marketing deutlich erschwert: Bei gleicher Taktrate sollte er nämlich nach Angaben von Freescale bis zu 40 Prozent mehr leisten als sein Vorgänger PowerPC 7447. Mit dieser Behauptung wirbt heute übrigens auch der Upgrade-Hersteller NewerTechnology.

Datenblatt
Produkt: MAXPower G4
Hersteller: NewerTechnology, USA
Prozessor: PowerPC 7448 (Freescale)
Level-2-Cache: 1MB (1:1)
Level-3-Cache: (nicht vorhanden)
Erforderliche Systemsoftware: Mac OS 9.2.2 oder
OS X 10.3.5 bis 10.4.9
Modelle: 1.8 Ghz, 2.0 Ghz Single
1.73 Ghz, 1.8 Ghz Dual
Preise: 349 $ bis 699 $

NewerTech-Upgrade
Zwei große Lüfter versorgen den riesigen Kühlkörper des PPC 7448 mit Frischluft – und erhöhen die Lautstärke des PowerMac ganz erheblich. In Rechnern mit 133-Mhz-Bustakt und betagtem Hauptlüfter kann das unter Umständen trotzdem nicht ausreichend Luftzufuhr erzeugen. Ergebnis: Der Mac friert ein.
Um zu verifizieren, ob die aktuelle Werbung des US-amerikanischen Upgrade-Herstellers den Tatsachen entspricht und ob in den Spekulationen der PowerPC-Anhänger etwas Wahres lag, haben wir uns zum Kauf eines solchen Upgrades entschieden.
Hinweis in eigener Sache:
Dieser Bericht ersetzt nicht die gründliche Lektüre
der mitgelieferten Einbauanleitung! Der Umbau erfolgt auf Ihre eigene Verantwortung!

Artikelnavigation: 1) Prolegomena – 2) Import & Einbau3) Testwerte4) Fazit


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